AW: [Wurfpost] Öffentlichkeitsarbeit

Tom Goldschmidt tomgoldschmidt at web.de
Fri Aug 6 17:18:45 CEST 2004


Tach zusammen,

also erst mal vielen Dank an Gunter, dem ich nur voll und ganz zustimmen
kann! Ich finde es sehr schön zu sehen, daß es durchaus noch Leute unter uns
zu geben scheint, die den Sport nicht um jeden Preis promoten und "ins
Rampenlicht" bringen wollen, sondern die kapiert haben, daß genau das das
Besondere am Ultimate kaputt macht. Gerade weil es (zumindest für einige)
etwas mehr als nur irgendeine sportliche Betätigung ist sollte man sehr
vorsichtig damit umgehen, diesen Sport auf jeden Fall möglichst weit zu
verbreiten und möglichst bekannt zu machen.
Es geht eben nicht darum, daß es ja schön wäre, wenn es ein paar Teams mehr
gäbe, sondern darum, daß eine mediale Vermarktbarkeit Dinge wie
Spielerlisten, Rückennummern, Dopingkontrollen, Preisgelder, Schiedsrichter
usw. mit sich bringt, die ich auf jeden Fall nicht haben will. Der Spirit
fehlt eben nicht, wenn man den Sport nicht möglichst weit verbreiten und gut
vermarkten will, sondern der bleibt irgendwann auf der Strecke, wenn man
nicht ein bischen aufpaßt. Trotzdem ist es natürlich sehr gut
Nachwuchsarbeit zu leisten, Teams zu gründen, Ultimate an Schulen
anzubieten, usw. aber eine möglichst professionelle Vermarktung, ein "mehr
ins Rampenlicht" und mehr Bürokratie macht diesen Sport nur kaputt.

Gruß,
Tom

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: wurfpost-bounces at uni-koblenz.de
[mailto:wurfpost-bounces at uni-koblenz.de]Im Auftrag von Matt Bulow
Gesendet: Freitag, 6. August 2004 15:15
An: wurfpost at uni-koblenz.de
Betreff: Re: [Wurfpost] Öffentlichkeitsarbeit


Moin zusammen,

Olli hat einen guten Vorschlag gemacht, Geld zum Fördern von Frisbee
einzutreiben. Ob ich an einem Turnierwochenende mit Fahrtkosten und
alles drum und dran 141 oder 142 euro ausgebe ist mir wirklich wurscht.
Was man genau mit dem Geld macht wird sicherlich eine rege Diskussion
mit sich bringen. Aber warum wäre das eine schlechte Sache? Und das
Spielergebühr um ein Euro zu erhöhen und hinterher eine Überweisung zu
tätigen ist wirklich für die Turnierorga kein grosser Aufwand.

Ich bin aber auch nicht dafür, dass das Geld eingesammelt wird und
einfach an eine andere Organization kommentarlos weitergeleitet wird.
Denkbar sind aber gewinnbringende Benefizveranstaltung, von der wir den
Profit spenden könnten und die gleichzeitig den Bekanntheitsgrad der
Sportart steigern.

Wer Olli kennt, weiss, dass er in seiner Gemeinde aktiv für
Frisbee-Nachwuchs sorgt. Ich finde es daher etwas unangebracht,
Kommentare über seiner Person zu äußern und sich über konstruktive
Vorschläge lustig zu machen. Ich persönlich sehe Frisbee als mehr als
nur ein Hobby. Für mich ist es auch eine Lebensphilosophie, die weit
über Sport hinausgeht und eine sehr positive Wirkung auf Menschen hat.
Deswegen würde ich es schon für richtig halten, wenn wir versuchen, die
Sportart einem breiteren Publikum bekannt zu machen. Und umso mehr die
Sportart wächst, desto besser sie auch für uns wird - mehr Turniere in
meiner Region, mehr Spieler in meiner Stadt, einfach mehr Möglichkeiten.
Vielleicht habe ich deine Mail falsch interpretiert Gunter, aber mir hat
der Spirit etwas gefehlt. Vielleicht müssen wir über die Details noch
ein bisschen reden, aber Olli ist auf dem richtigen Dampfer.

Viele Grüße,

-Matt Bulow
Sunblocker, Oldenburg
www.frisbee.uni-oldenburg.de


Gunter Strube wrote:

> Hallo Olli,
> da bin ich sehr scharf dagegen, denn
> 1) Eine Spende ist (und sollte auch sein) eine FREIWILLIGE Sache. Wenn
> ich was Spenden will dann tu ich das unabhängig von meinem Hobby
> Frisbeespielen und wähle selbst für wen/was ich Spende - das hat
> überhaupt NICHTS mit Frisbee zu tun.
> 2) Warum willst Du unbedingt ins Rampenlicht? Haben wir nicht genug
> "negative Nebeneffekte" an der Backe, von Leuten die unbedingt Frisbee
> ins Rampenlicht schieben wollen, und wissen noch gar nicht wie man
> damit umgehen soll (siehe Dopingdebatte)!
> 3) Zusätzliche Bürokratie: ich bin bei uns leider Kassenwart und würde
> allein schon das Geschieß mit dem einsammeln und überweisen nicht
> haben wollen, und die ganze Verwalterei mit dem Topf und der Frage für
> wen oder was nun gespendet wird halte ich für äußerst fragwürdig ...
> wer sollte sich denn anmaßen sowas zu entscheiden?
> Wenn überhaupt dann wären ja noch Aktionen akzeptabel, die wenigstens
> den "Spirit" AKTIV verbreiten ... z.B. Aufbauarbeit in Schulen (Filme
> als Lehrmaterial), Scheibenspenden in "arme Länder" oder Kinderdörfer
> gekoppelt mit "Lehrtagen zum Thema Spirit" oder sowas ... aber
> "irgendeine soziale Einrichtung" ist ja wohl etwas fad. Aber wie Du
> siehst gehen unsere Vorstellungen da schon sehr auseinander ... und
> wer soll nun sowas entscheiden. Ich denke jeder für sich ... also
> keine Zwangsgelder!
> 4) Feierlich spenden: ha ha - jedes Jahr auf's neue amüsiert sich die
> Frisbeewelt über die "feierlichen Ansprachen" von Bürgermeistern etc.
> - und wollen nach drei Tagen Sport und langer Autobahnfahrt vor sich
> eigentlich nur los ... die existierenden Ansprachen sind ja wenigstens
> noch "gut", denn das ist die Relationshippflege die uns auch weiterhin
> Sportplätze bescheeren soll, aber wer hat denn da noch Bock auf so'n
> feierliches Spendengelaber?
> Ich hoffe Du spendest privat genauso fleißig wie Du andere dazu
> "zwingen" willst.
> Sorry für die klaren Worte, aber ich finde wahrlich das Du hier Dinge
> miteinander berbinden willst die absolut nichts miteinander zu tun haben.
> Gruß
> Gunter
>
>     ----------------------------------------------------------------------
--
>     *From:* wurfpost-bounces at uni-koblenz.de
>     [mailto:wurfpost-bounces at uni-koblenz.de] *On Behalf Of *Olli Wering
>     *Sent:* Thursday, August 05, 2004 10:03 PM
>     *To:* wurfpost at uni-koblenz.de
>     *Subject:* [Wurfpost] Öffentlichkeitsarbeit
>
>     Moin Frisbee Deutschland,
>
>     seit einiger Zeit schwirrt mir eine Idee im Kopf umher, zu der ich
>     nun von einigen von euch(genauer gesagt von den Turnierausrichtern
>     und dem DFV) eure Meinung hören würde.
>
>     Könnt ihr euch vorstellen das es machbar wäre, zu zum eigentlichen
>     pro Person-Startgeld eines Turniers (Indoor und Outdoor) einen
>     weiteren Euro (1€) pro Spieler einzukassieren, und als Gesamtsumme
>     am Ende des jeweiligen Turniers auf ein extra dafür eingerichtetet
>     Spendenkonto (am besten beim DFV geführt) zu überweisen. Ich denke
>     das alle aktiven Spieler, Student oder nicht, in der Lage sein
>     sollten, 1€ extra pro Turnier für die Öffentlichkeitsarbeit
>     unseres Sports zu spenden. Auf ein Jahr hochgerechnet (Indoor und
>     Outdoor) wären das ca. 4000-5000 €. Dieser Betrag könnte dann
>     jährlich (oder auch 2-jährlich), z.B. auf der DM, unter Einbezug
>     der bundesdeutschen Medien, feierlich z.B. für soziale Zwecke
>     gespendet werden. Welcher Einrichtung das angesammelte Geld zu
>     Gute kommt, könnte z.B. in der Wurfpost abgestimmt werden.
>
>     Auf diesem Wege gerät unser Sport ein bißchen mehr ins Rampenlicht
>     und auf der anderen Seite könnte so einigen sozialen (oder
>     sonstigen) Einrichtungen geholfen werden.
>
>     Aus diesem Grunde die Frage an alle Turnierveranstalter und die
>     Leutz beim DFV: Würdet ihr euch in der Lage sehen, eine solche
>     Aktion aktiv zu unterstützen?
>
>     Ich würde mich freuen wenn ihr mir eure Meinung dazu mitteilen
>     würdet. (ollis-i-mehl at web.de <mailto:ollis-i-mehl at web.de>)
>
>     Solong, Olli
>
>
>     --
>     Olli Wering
>     Faßlochsberg 10
>     39104 Magdeburg
>
>     Tel: 0391/5572711
>     Mobil: 0163 2788004
>
>     ollis-i-mehl at web.de
>     www.schleudertrauma-magdeburg.de
>
>
>
>     Aufnehmen, abschicken, nah sein - So einfach ist
>     WEB.DE Video-Mail: *http://freemail.web.de/?mc=021200*
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